Bemerkenswert

Wer bin ich und worum geht es?

Dies soll nun mein erster Blogeintrag werden: Gerade wenn etwas neu losgeht, weiß ich immer nicht so Recht WIE es am Besten ist, aber es kommt ja erstmal darauf an, überhaupt anzufangen.

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Dies soll nun mein erster Blogeintrag werden: Gerade wenn etwas neu losgeht, weiß ich immer nicht so Recht WIE es am Besten ist, aber es kommt ja erstmal darauf an, überhaupt anzufangen. Irgendwann kommt man schon in den Groove und man wird besser und dann ist es auch egal wie der Anfang war.

 

Erstmal dazu wer ich überhaupt bin. Mein Name ist Anika, ich bin Ende 20, bin verheiratet, habe zwei Kinder und habe Naturwissenschaften studiert. Dabei habe ich mich auf Mikrobiologie vertieft. Ich wohne in Sachsen und da in einer Gegend, in der keiner so richtig Mikrobiologen braucht. Mein Mann ist sehr zufrieden mit seiner Anstellung und wir mögen unser Städtchen, haben hier unsere Freunde und wohnen in der Nähe unserer Familien. Fazit: wegen einer Anstellung meinerseits wollten wir nicht umziehen. Im März habe ich mein Studium abgeschlossen und nun ist auch meine Elternzeit vorbei. Es wurde also Zeit sich etwas zu suchen. Meine Bewerbungen waren zwar durchaus erfolgreich, bis ich anmerkte, dass ich Teilzeit arbeiten möchte. Das ging so gar nicht und damit stand ich etwas ratlos da. Ich hatte allerdings vor dem Studium auch über ein Lehramtsstudium nachgedacht und im Studium auch Tutorien geleitet. Also die Idee Quereinsteiger!

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Nun sind wir also beim Thema angelangt: Dieser Blog soll um meine Gedanken, Erfahrungen und Erlebnisse als Quereinsteigerin im Lehrberuf gehen. Sowas habe ich tatsächlich nicht so richtig finden können und dabei finde ich das durchaus wichtig. Es gibt ja durchaus einiges an Quereinsteigern in den naturwissenschaftlichen Fächern. Mir geht es zumindest so, dass ich mich frage: was wird da wohl  auf mich zukommen und wie kann ich mich vielleicht am Besten darauf vorbereiten.

Wenn ihr in der gleichen Situation seid oder wart, würde ich mich sehr über Kontakt miteinander Freuen. Vielleicht kann mir ja jemand von euch doch einen schönen Blog empfehlen.

Also dann bis später und schöne Pfingsten euch!

 

Einführung in die Schulpädagogik

In diesem Artikel soll es darum gehen, was ich – als Nicht-Pädagogin – bisher gelernt habe bzw. wo ich es gelernt habe.

  1. Online Vorlesungen

Es gibt tatsächlich kostenlose Vorlesungen im Internet, die da mit Ton, Video vom Vortragendem und simultan den gezeigten Folien daher kommen. Diese kann man sich entweder auf dem Computer ansehen oder – wie ich es gemacht habe –  auf dem Handy wie ein Hörbuch anhören. Die Klausur würde ich damit wahrscheinlich nicht bestehen, aber ich habe einen guten Überblick über das ganze Thema bekommen, konnte mich schon mal Reinfühlen, habe viele wichtige Dinge mitgenommen und weiß jetzt wonach ich genau suchen muss wenn ich es spezieller haben will. Ich habe mir die Vorlesung von Prof. Kiel von der LMU München angehört und es hat mir viel gebracht.

2. Leseproben

So viele Bücher und so wenig Zeit und vorallem kosten die wirklich eine ganze Menge, also für welches soll man sich entscheiden? Ich lese seit meiner 2. Schwangerschaft extrem viele ebooks auf dem Handy. (Und ja, ich habe auch lieber ein Buch in der Hand, aber erstes ist es billiger. Zweitens nachhaltiger. Drittens habe ich nicht unendlich viel Platz. Und viertens kann man mit einem Handy beim Stillen einfach besser lesen als mit einem dicken Buch in der Hand.) ebooks haben den Vorteil der Leseproben und die sind bei einigen Büchern wirklich sehr großzügig bemessen. Lohnt sich zum Erkenntnisgewinn allemal.

3. Internetseiten und Youtube

Wenn man schon ein bisschen in der Materie steckt, kann man auch gezielter und nach Praxistipps suchen. Auf Youtube gibt es gerade im englisch sprachigen Raum eine Menge vloggende Lehrer die ihre Tipps zu zum Beispiel Klassenführung (class room management) abgeben. Ob sich das dann anwenden lässt, ist die zweite Frage, aber man kann Ideen sammeln und vielleicht sogar abschätzen „was für ein Lehrer man sein möchte“. Gerade habe ich einen tollen einstündigen Vortrag über Binnendifferenzierung gefunden! Natürlich gibt es auch Blogs oder andere Lehrerseiten, wo man sich nicht nur Erfahrungen oder Anekdoten durchlesen kann, sondern auch Unterrichtsmaterialien findet.

4. Hospitationsstunden

Was mir natürlich am meisten gebracht hat bezüglich des „unwirkliche Vorstellungen wegwischen“ waren die Hospitationsstunden. Erstmal zu sehen das guter Unterricht von einer super Lehrerin trotzdem nur mäßig bei der Klasse ankommt, hat meine Erwartungen mächtig gedämpft und das ist auch gut so. Auch zu sehen dass man einen Gutteil Ignoranz an den Tag legen sollte um überhaupt voran zu kommen. In meiner eigenen Stunde konnte ich dann auch wirklich sehen, ob das ganze was für mich ist. Also so prinzipiell. In Tutorien stand ich schon vor Studenten aber (womöglich noch pubertierende) Schüler sind doch etwas ganz anderes! Wenn man die Möglichkeit dazu hat, sollte man die auf jeden Fall nutzen.

Mehr habe ich selbst noch nicht gelernt…Bis August ist ja auch noch Zeit 😉 *zitter*

Wenn ihr noch Tipps habt, dann her damit!

hier ein paar Links:

http://www.biologieunterricht.info/

Alle Vorlesungen der LMU München: https://videoonline.edu.lmu.de/de/semester

Binnendifferenzierung: https://www.youtube.com/watch?v=JcLAXdPlX-8

http://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/schule/lehrerinnen-und-lehrer/einstieg-ins-lehramt/

Ist-Wert

Wer den Beitrag von gestern gelesen hat, weiß nun also wie ich zu dem Punkt gekommen bin an dem ich jetzt stehe. Also so mehr oder weniger. Wo stehe ich den gerade und was waren die letzten Schritte und welche werden die nächsten sein?

Mein Standpunkt: Ich werde ab August an einer freien Montessori Schule Biologie unterichten. Die Klassen 5-10, zusätzlich ein paar Förderklassen und eine Lernwerkstatt. Das ganze ohne pädagogische Ausbildung.

Ich habe mich dafür beworben weil es immer zu meinen anzulaufenden Plänen gehörte, dann doch Lehrerin zu werden, ich aber für die öffentlichen Schulen den Bewerbungstermin verpasst hatte und ich das Konzept sehr spannend finde und ich auch denke dass das besser zu mir passt.

Nun läuft das Schuljahr in 3 Wochen aus und so habe ich letzte und diese Woche ein wenig hospitieren dürfen und auch schon eine Stunde selber gehalten. Das war sehr gut, denn ohne diese Stunden wäre ich mit einem vollkommen verklärten Blick in das kommende Schuljahr gegangen und ziemlich schnell und hart auf dem Boden der Tatsachen angelangt.

Nun habe ich noch gut zwei Monate Zeit mich vorzubereiten. Die vorherige Biologielehrerin gibt mir ihre Unterlagen und den Lehrplan und ich kann mir schonmal meine Stunden vorbereiten. In der Zeit in der noch Schule ist, gehe ich immer wieder hin und kann so sowohl kollegium als auch Schülerschaft kennenlernen und in den Ferien nehme ich an Nachbereitungs- und Vorbereitungswoche teil.

Ich bin ziemlich aufgeregt und ich weiß dass es einige da draußen gibt, die gerade ähnliches durchmachen. Irgendwie findet man die aber nirgens gebündelt…Mittlerweile konnte ich einge Lehrerblogs finden, aber irgendwie ist kein Quereinsteiger dabei. Ab morgen werde ich mal so mein bisheriges pädagogisches „Wissen“ präsentieren, was ich mir bisher aneignen konnte. Vielleicht nützt es ja jemanden.

eure Anika

Der Weg hinter mir

Guten Morgen!

Heute geht es mir schon viel besser und somit ordne ich mich mal selber ein bisschen ein. Fangen wir mit dem Abitur an: Eigentlich wollte ich danach Medizin studieren, aber mein Schnitt hat nicht gereicht und irgendwie habe ich mich mehr in der Forschung gesehen als im Krankenhaus. Ich hatte mich auch für ein Biologiestudium beworben, aber sowohl für Medizin als auch für Biologie reichte mein Schnitt nicht aus. Der Gedanke „Lehramt“ schwirrte da schon in meinem Kopf, aber da meine zwei Favoritenstudiengänge nicht gingen, wollte ich lieber zu meinem Freund ziehen. An „seiner“ Universität gab es kein Lehramt sondern einen sehr interdisziplinären Naturwissenschaftsstudiengang.

Den habe ich mit sehr viel Freude studiert und von Mathematik zu Physik über Chemie und Biologie gelernt. Das ganze ist wirklich so aufgebaut, dass man sich am Ende in jede dieser Richtungen vertiefen kann. Ich habe mich für die Biotechnologie entschieden und war sehr zufrieden. Ich wusste das ich in die Forschung gehen möchte und eine große und tolle Wissenschaftlerin werde mit Doktortitel und so. Dann kam die Bachelorarbeit und bekam mal so richtig mit wie das in Deutschland mit der Forschung aussieht….mmmh naja egal, ich mach das trotzdem!
Nach dem Bachelor stand für mich aber auch fest, dass ich Mutter werden will und zwar jetzt! gleich! sofort! und so bekam ich im 2. Mastersemester meine Tochter. Und damit fingen meine Prioritäten an sich zu verändern. Mein Mann fand nach dem Abschluss keine richtige Stelle und wir hatten einiges an Geldproblemen. Ich stand unter dem inneren Druck mein Studium so abzuschließen wie alle anderen, gleichzeitig noch Geld zu verdienen und dann noch das schlechte Gewissen weil ich nicht so viel Zeit, geschweigedenn Geduld für meine Tochter hatte.

So entwickelte sich eine Depression und ich war schon fast davor das Studium abzubrechen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nurnoch einen Grund dies nicht zu tun: Ich wollte als Quereinsteigerin Lehrerin werden. Vor drei Jahren hatte ich mich schonmal beworben, da wurde mir allerdings bescheinigt, dass ich nicht genügend Punkte in den einzelnen Fächern gesammelt hatte. Ich war für die Schule zu breit aufgestellt….Seitdem wurden die Anforderungen nochmal gelockert und so sind viele meiner früheren Kommolitonen Lehrer geworden.

Die Depression ist Schnee von gestern und meinen Abschluss habe ich auch geschafft. Zwischendrin kam das Söhnchen auf die Welt und mein Mann hat gute Arbeit gefunden. Soweit so schön, nun ist die Elternzeit vorbei und Söhnchen ist in der Krippe gut angekommen, nun also die Frage: Was soll ich werden wenn ich groß bin?

Damit mache ich morgen weiter, also ich hoffe bei euch regnet es heute nicht.

eure Anika

Kinderkrankheiten

Ok, eigentlich wollte ich im zweiten Beitrag meine Hintergründe, meine letzten und meine nächsten Schritte etwas näher beleuchten. Klappt aber nicht! Das Gehirn hat dicht gemacht und so zu schreiben ist zwar dumm, aber es führt am Ende zu einer Frage die ich bearbeitet haben möchte. Hat also irgendwie Sinn. Zwar keinen schönen Ausdruck (aber den hatte ich noch nie).

Also: ich bin erkältet. Natürlich sind die Kinder Schuld. Meine eigenen. Die Große hat Windpocken (da bin ich gottseidank geimpft) aber der Kleine bekommt Zähne, ist verrotzt und ich dadurch auch. Doofe Natur die das so eingerichtet hat, dass vorallem (stillende) Mütter auch gleich mit krank werden um den Nachwuchs mit Antikörpern zu versorgen.

Das Problem ist, dass ich wirklich wehleidig bin und arbeitsunfähig und am Liebsten den ganzen Tag im Bett liegen und schlafen/Serien schauen/lesen möchte. Kennen Sie die Werbung mit dem erkälteten Mann der mit dicker Daunenbettdecke in der Straßenbahn steht und dann auf Arbeit und ganz gräßlich grämlich aussieht? SO fühle ich mich bei jedem Schnupfen!

Momentan noch nicht so schlimm, denn ich fange erst nächstes Schuljahr an, bin also quasi noch arbeitslos. Ich hospitiere zwar an meiner kommenden Schule aber da ist diese Woche Projektwoche. Das wäre sicherlich auch interessant gewesen und ich hätte meine neuen Kollegen und Schüler besser kennen lernen können, aber es ist auch kein Beinbruch, dass ich nicht komme. Und mit den Windpocken von der Großen eh nicht möglich. Muss sowieso zu Hause bleiben.

Aaaaber (und jetzt kommt der eigentliche Knackpunkt), wie soll das erst laufen wenn ich im Schulleben angekommen bin? Wie machen das Lehrer denn? Habt ihr bestimmte Tipps um euch besonders gesund zu halten? Oder schnell wieder einsatzbereit zu sein? Klar, manchmal wird man halt krank und dann ist das so aber wegen jeder Erkältung bleibt man ja nicht zu Hause. Ist ja bei anderen Arbeitgebern auch nicht so, aber da hat man auch keine Horde Halbstarker vor einem. Oder am besten für solche Fälle einen Film in der Tasche haben?

Nun aber wieder husch husch ins Bett, habe gerade ein neues Buch begonnen. Ich wünsche euch viel und anhaltende Gesundheit

eure Anika